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© 2002-2007 by H.Kremb
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Unerwünschte Werbemails vermeiden - Infos und Tipps -OL

Agent
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Info SPAM-FAQ <2005-12-28> (Original) left

Die nachfolgende SPAM-FAQ wird regelmäßig (quarterly) in folgende Gruppen gepostet:

Allen Mitwirkenden, insbesondere Joachim Kromm, vielen Dank!

Neuere Versionen werden von mir baldmöglichst eingebunden und ersetzen die Vorgängerversion. Ich hoffe, dieses so zeitnah wie möglich erledigen zu können.

Gruß

Holger Kremb


Änderungen

  • Punkt 0: Geringfügig überarbeitet, Fehler korrigiert <28.12.2005>
  • Punkt 1.4: Eingefügt <10.09.2004>
  • Punkt 1.2: Erweitert <26.09.2004>
  • Punkt 0: Erweitert <26.09.2004>
  • Punkt 1.1: Geändert <22.10.2004>
  • Punkt 5: Ergänzt um "Basis-Spam Schutz" <16.12.2005>
  • Punkt 10: Ergänzt <27.12.2005>
  • Punkt 4.2: Ergänzt bzgl. weiterer Adressen bei T-Online <28.12.2005>
  • Punkt 10: Erweitert. <28.12.2005>
  • Einige Tippfehler beseitigt <28.12.2005>


Unerwünschte Werbemails vermeiden - Infos und Tipps -

© 2002-2007 by Joachim Kromm

Inhalt

0.

Einleitung

1.

Warum bekomme ich so viel unerwünschte Werbung?
1.1 Allgemeine Informationen
1.2 Warum erhalten diese Mails oftmals willkürliche Zeichenfolgen?
1.3 Warum erhalte ich plötzlich sehr viele Mails, die besagen, dass meine Mail nicht zugestellt werden konnte, obwohl ich da gar nichts versendet habe?
1.4 Ich erhalte eine Mitteilung meiner Hausbank, meines Providers, von eBay o.ä., die mich auffordert, meine Sicherheitseinstellungen zu überprüfen.

2.

Wieso bekomme ich Mails, bei denen ich gar nicht als Empfänger angegeben bin?

3.

Wäre es dann nicht einfach sinnvoll, eine ungültige Adresse zu verwenden?

4.

Was kann ich denn gegen diesen Werbemüll unternehmen?
4.1  Der Trick mit dem Reply-To
4.2 Wie komme ich an zusätzliche eMail-Adressen

5.

Kann ich nicht bereits auf dem Server die Mails löschen lassen?

6.

Kann ich solche Mails nur filtern, oder gibt es noch andere Möglichkeiten dagegen vorzugehen?
6.1 Allgemeine Informationen
6.2 Kleines Beschwerdeeinmaleins

7.

Soll ich nicht einfach die Möglichkeit zum Austragen nutzen, die mir bei vielen Werbemails geboten wird?

8.

Ich erhalte Mails mit merkwürdigen Anhängen.

9.

Zusammenfassung

10.

Danksagung


0.

Einleitung

up inhalt

Diese FAQ soll einige der häufig gestellten Fragen zum Thema 'Spam' - also unerwünschter Werbung - im Mailverkehr beantworten.

Eine HTML-Version ist unter http://spam-faq.usenet-abc.de/tol/ abrufbar.

Der Begriff 'Spam' wird mit "Send Phenomenal Amounts of Mail' übersetzt. Dies bedeutet so viel wie "riesige Mengen von Mails zu versenden".

"SPAM" (in Grossbuchstaben) ist übrigens ein Produkt der Firma Hormel aus Minnesota, die dieses Produkt im Jahre 1937 kreierte. Der Name wurde aus "SPiced hAM" (gewürzter Schinken) zusammengesetzt. Es handelt sich dabei um nichts anderes als durch den Wolf gedrehtes und in Blechdosen gepresstes Schweinefleisch. Da Hormel es nicht unbedingt mag, wenn deren Produkt mit eMail-Müll in Zusammenhang gebracht wird, wollen wir diesen Wunsch respektieren und zukünftig nur von Spam schreiben ...

Ursprünglich wurde nur Werbung im Usenet oder in Mailinglisten mit dem Begriff "Spam" bezeichnet. Heute wird vielfach UBE (Unsolicited Bulk eMail), also unverlangte Massen-eMail, oder UCE (Unsolicited Commercial eMail), d.h. unverlangte kommerzielle eMail so genannt.

Hier werden diese beiden Begriffe unter dem Sammelbegriff "Spam" zusammengefasst.

An dieser Stelle noch eine kurze Zusammenfassung häufig verwendeter Abkürzungen und Begriffe:


FAQ (Frequently Asked Questions) häufig gestellte Fragen

MLM (Multi Level Marketing) Strukturvertrieb. Ein Verkaufssystem, bei dem der Kunde selbst Kunden wirbt und so zum Bestandteil des Systems wird.
UBE (Unsolicited Bulk eMail) unverlangte Massen eMail
UCE (Unsolicited Commercial eMail) unverlangte kommerzielle eMail
T5F Thoms Fassung von Framstags freundlichem Folterfragebogen

Headerzeilen Kopfzeilen einer Mail ("Anzeigen alle Kopfzeilen")
Hier kann der Weg einer Mail anhand der Einträge der beteiligten Mailserver nachvollzogen werden.
MTA (Mail transfer agent) Programm zum Transportieren von eMails (Mailserver)
MUA (Mail User Agent) Programm zum Lesen und beantworten von eMails
POP (Post Office Protocol) Protokoll zum Zugriff auf das email-Postfach. POP3 bedeutet, dass Version 3 dieses Protokolls verwendet wird.
Reply-To Adresse, an die Mail-Antworten gehen sollen
SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) Protokoll zum Übertragen elektronischer Post vom PC zu einem Mail-Server.
Bounce (englisch für: Sprung, Aufprall) Falls eine Mail nicht zugestellt werden kann, erhält der Absender seine Mail oder einen Auszug davon mit einem Unzustellbarkeitsvermerk zurück.

Bayes-Filter Eine selbstlernende Lösung zum Erkennen und Abwehren von Spam. Dabei werden anhand der eingehenden Mails individuelle Filterregeln erstellt, die auf einer statistischen Wortanalyse basieren. Nach einer entsprechenden Anlernphase - in der der Anwender die eingehenden Mails bewertet - wird es nahezu unmöglich, diese Filterregeln zu umgehen.
Phishing Kunstwort aus "Password" und "Fishing". Eine Methode, um Zugangsdaten und Kennwörter unberechtigt zu erlangen.


1.

Warum bekomme ich so viel unerwünschte Werbung?

up inhalt

1.1 Allgemeine Informationen

Wenn Du im Usenet postest, ist es unvermeidlich, dass plötzlich sehr viele unerwünschte Werbemails in Deinem Postfach landen.

Spammer können recht einfach eMail-Adressen aus Newsgroups beziehen, ohne dass sie hierzu die kompletten Artikel laden müssen.

Wenn Du Deine eMail-Adresse in Webformulare einträgst, kann es ebenfalls geschehen, dass diese Adresse in Datenbanken landet, die für Werbemails verwendet werden.

Ein Eintrag in eines der vielen Gästebücher auf diversen Homepages veröffentlicht Deine Mailadresse natürlich weltweit. Deswegen solltest Du hier auch ein wenig vorsichtig sein.

"E-cards", also digitale Glückwunschkarten, können weiterhin dazu führen, dass Deine Adresse in unerwünschten Händen landet.

Die Mailadresse auf Deiner Homepage wird mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls durch Programme erfasst und in entsprechenden Datenbanken gespeichert.

Der erste Ratschlag kann daher nur sein, dass Du die eMail-Adresse für die persönlichen Kontakte nicht öffentlich - also in frei zugänglichen Quellen - verbreitest.

Es sind allerdings auch sogenannte Wörterbuchangriffe denkbar, bei denen aus einer Datenbank häufige Vor- und Nachnamen mit dem Domainnamen eines grossen Providers verknüpft werden. So kann der Spammer z.B. "hans.mueller @ t-online.de" erzeugen, ohne die Adresse wirklich zu kennen.

Falls jemand Deinen eMail-Alias früher benutzte - und dann irgendwann aufgab (da der Spam überhand nahm) - wirst Du leider auch darunter leiden müssen. Die Datenbanken der Spammer vergessen nicht.

Grundsätzlich solltest Du eine eMail-Adresse wählen, deren "Localpart", also der Teil vor dem "@", nicht zu kurz ist. Damit kannst Du schon mal einfachen Angriffen, die darauf beruhen, verschiedene Buchstaben-/Zahlenkombinationen auszutesten, begegnen.

Wie bereits beschrieben ist die Kombination "vorname" + "nachname" (auch mit einem zulässigen Trennzeichen wie "." oder "-" versehen) keine gute Idee. Verwende eine Adresse, die lang genug ist, so dass sie nicht einfach zu erraten ist.

Da Deine "kanonische" eMail-Adresse - also jene Zahlenkombination, die bis vor kurzem noch als "X-Sender" bei jedem Posting über den T-Online Newsserver im Usenet veröffentlicht wurde - nur eine Folge von Zahlen darstellt, wird es unausweichlich sein, dass Du auch auf diese Adresse Spam erhältst, ohne diese Adresse irgendwie bekannt gegeben zu haben. Es sind durchaus Fälle bekannt, wo ein wirklich neuer Benutzer Werbemails erhalten hat, ohne dass diese eMail-Adresse in irgendeiner Form bekannt gegeben wurde.

Sei bitte vorsichtig beim Öffnen von HTML-Mails, solange Du online bist. Es können Links enthalten sein, die Bilder direkt von einer Webseite nachladen! Es ist möglich, dass der Absender durch dieses Nachladen bereits erkennen kann, wer die Spammail geöffnet bzw. gelesen hat. Damit ist die Gültigkeit Deiner eMail-Adresse automatisch bestätigt. Öffnet man eine HTML-Mail offline, besteht diese Gefahr nicht, sofern Du keine automatische Einwahl aktiviert hast. Falls Dein Mailclient die Ausführung von aktiven Inhalten (Scripte und Ähnliches) unterstützt, solltest Du ihn so konfigurieren, dass diese Funktionen unterbunden werden.

Sofern Dein Mailclient automatisch Eingangsbestätigungen erzeugt, könnten Spammer diese Funktion ebenfalls ausnutzen. Du solltest diese Funktionalität daher besser abstellen.

Da sich aktuelle Mailwürmer (siehe Punkt 8 dieses Textes) auch der Adressbestände der befallenen Rechner bemächtigen, solltest Du Dich nicht wundern, wenn selbst vertrauliche Adressen plötzlich verteilt werden. Es genügt, wenn der Bekannte eines Bekannten Deine Adresse irgendwo abgespeichert hat und dann einen per Mail übersandten Schädling aktiviert.

news:3cde3f88.4656201@T-Online-Team.dialin.t-online.de in der Gruppe t-online.info.archiv liefert zu diesem Thema einige Grundlagen.

1.2 Warum enthalten diese Mails oftmals willkürliche Zeichenfolgen?

Die von den Spammern verwendete Software setzt oftmals willkürliche Zeichenfolgen in den Betreff oder an den Ende des Mailtextes, um hiermit Filter zu umgehen, die eine grosse Anzahl gleichlautender Mail erkennen und aussortieren.

Die zufälligen Zeichenfolgen lassen eine Serie von Mails unterschiedlich erscheinen, da z.B. eine Prüfsumme über den Betreff oder auch den Mailtext jedesmal ein anderes Ergebnis ergibt.

Zunehmend gibt es auch Mails, die willkürliche Zusammenstellungen sinnvoller Worte enthalten. Hiermit sollen Bayes-Filter verwirrt werden. Diese Aktionen dürften jedoch wenig wirksam sein. Insbesondere wenn es sich um Ansammlungen englischsprachiger Worte handelt, dürfte diese Methode bei Empfängern, die deutschsprachig korrespondieren, sogar für den Spammer kontraproduktiv sein.

1.3 Warum erhalte ich plötzlich sehr viele Mails, die besagen, dass meine Mail nicht zugestellt werden konnte, obwohl ich da gar nichts vesendet habe?

Einer der Hauptgründe dürfte sein, dass ein Spammer Deine eMail-Adresse als Absender verwendet. Da Spammer oftmals an alles senden, was wie eine eMail-Adresse aussieht, landen die Meldungen über die Unzustellbarkeit in Deiner Mailbox.

Du musst dann leider auch damit rechnen, dass sich Empfänger des Spam bei Dir beschweren.

Leider kannst Du gegen diese Form des Missbrauchs Deiner eMail-Adresse wenig unternehmen. Da der Spammer vermutlich diesen Adressenmissbrauch nur für eine seiner Spamwellen betrieben hat, kannst Du jedoch hoffen, dass der Spuk nach einigen Tagen wieder aufhört.

Falls Beschwerden bei Deinem Provider eingehen sollten, wird dieser an den Headerzeilen der eingesandten Mails erkennen, dass nicht Du der Versender der Mails bist.

Es wird jedoch auch von eMail-Würmern berichtet, die sich als Bounce tarnen und den Schädling als Anhang mitführen.

Du solltest natürlich sicherstellen, dass sich auf Deinem Rechner kein Schadprogramm installiert hat, das Deinen Zugang dazu missbraucht, unbemerkt Mails zu versenden.

Unter Punkt 8 dieses Textes findest Du Informationen zu eMails mit schädlichen Anhängen.

1.4 Ich erhalte eine Mitteilung meiner Hausbank, meines Providers, von eBay o.ä., die mich auffordert, meine Sicherheitseinstellungen zu überprüfen und dazu die Angabe meines persönlichen Kennwortes erfordern.

In letzter Zeit kommt es häufiger vor, dass Mails von (scheinbar) vertrauenswürdigen Quellen eingehen, die darauf hinweisen, dass es erforderlich sei, das Konto zu überprüfen oder ähnliches. Es wird ein Link angegeben, der auf eine Seite verweist, die der Homepage der angeblichen Quelle täuschend ähnlich sieht und zur Angabe von vertraulichen Daten (Kennwörter, PIN, TAN) auffordert.

Diese Mails dienen dazu, den Anwender zu täuschen! Das als "Phishing" bekannte Verfahren soll den unbedarften Leser dazu verführen, wichtige Zugangsdaten u.ä. preiszugeben.

Du solltest  niemals auf den Link in einer solchen Mail klicken! Verwende für den Zugriff das vertrauenswürdige Lesezeichen, das Du in Deinem Browser eingetragen hast, oder trage - besser - die Adresse, die Dir Dein Geschäftspartner gegeben hat, per Hand in die Adresszeile Deines Browsers ein!

Sofern Dein Geschäftspartner seine Mails signiert, hast Du die Möglichkeit, zu überprüfen, ob die Nachricht authentisch ist. Informationen zu den hierzu verwendeten technischen Verfahren und der Bedeutung digitaler Signaturen findest Du zum Beispiel unter:

Es ist sicherlich empfehlenswert, wenn Du Dich mit den dort angebotenen Informationen beschäftigst, da das Wissen um die Grundlagen erforderlich ist, um einer solchen digitalen Unterschrift wirklich vertrauen zu können.


2.

Wieso bekomme ich Mails, bei denen ich gar nicht als Empfänger angegeben bin?

up inhalt

Dies hängt damit zusammen, wie Mails behandelt werden. Deine Mail wird beim Transport in einen 'Umschlag' gesteckt, der dem elektronischen Postboten (Mailserver) angibt, wer die Nachricht erhalten soll.

Der Inhalt der Mail - mit der dort eingetragenen Adresse - wird dabei gar nicht ausgewertet.

Liegt die Mail im elektronischen Postkasten, dann wird der Umschlag vom Mailserver entfernt.

Um beim Beispiel zu bleiben:

Wenn jemand auf einen Umschlag

2pix Herrn
Willi Winzig
Musterstrasse 10
47110815 Musterstadt

schreibt und auf den Brief

2pix Frau
Thea Mustermann
Kleiner Weg 12
08154711 Irgendwo

dann stellt der Postbote natürlich an Herrn Winzig zu. Wird der Umschlag von Frau Winzig weggeworfen, dann ist es klar, dass Herr Winzig sich über den Irrläufer wundert ;-)

Eine recht gute und ausführliche Erklärung der Thematik findest Du unter http://www.daniel-rehbein.de/rfc2821.html


3.

Wäre es dann nicht einfach sinnvoll, eine ungültige Adresse zu verwenden?

up inhalt

Nein!

Damit schädigst Du das Netz, weil hierdurch Mails, die an Dich gesendet werden sollen, als so genannte Bounces an den Absender zurückgehen.

Verantwortungsvolle Postmaster werden auch nachsehen, ob nicht ein Fehler in der Konfiguration des Mailservers vorliegt. Ihnen wird durch diese Adressfälschung unnötige Arbeit bereitet.

Spammer haben auch die Möglichkeit, Zusätze wie "nospam", "remove" u.ä. einfach zu entfernen. Im Regelfall geht dann der Spam sowohl an die verfälschte als auch an die 'bereinigte' eMail-Adresse.

http://www.faqs.org/faqs/de-net-abuse/falsche-email-adressen-faq/ gibt weitere Informationen zu diesem Thema.

Als Kunde von T-Online riskierst Du auch Deinen Zugang, wenn Du eine gefälschte eMail-Adresse verwendest.


4.

Was kann ich denn gegen diesen Werbemüll unternehmen?

up inhalt

4.1 Der Trick mit dem Reply-To

Es ist sinnvoll, neben der "From"-Adresse noch eine zusätzliche "Rückantwort"-Adresse (Reply-To) zu verwenden.

Auf die "Rückantwort"-Adresse wird im Regelfall (bisher) noch recht wenig Werbung einschlagen.

Mit zwei unterschiedlichen, gültigen eMail-Boxen kannst Du daher den Spam gut von den gewünschten Antworten trennen:

|From = aaa.winzig@provider.tld
|Reply-To= willi.winzig@provider.tld

Die erste Adresse wirkt wie eine Mülltonne; sie wird von den Spammern ausgewertet und mit Werbung belegt. Die zweite ist die "Gute"; dorthin erhältst Du normalerweise die Mail-Antworten aus den Newsgroups.

Mit einem kleinen (allerdings nicht unumstrittenen) Trick kannst du ggf. die Spammer austricksen, wenn diese die kompletten Header auswerten:

Trage in die "Rückantwort"-Adresse eine gültige eMail-Adresse ein, die den Zusatz "NoSpam" o.ä. enthält und auf Deine "From"- Adresse verweist.

Also z.B.:

|From =williwinzig@provider.tld
|Reply-To=williNOSPAMwinzig@provider.tld

Sofern die Software, die von den Adressensammlern verwendet wird, solche Zusätze automatisch entfernt, wird der Werbemüll auf genau der Adresse landen, die Du für Werbemüll reserviert hast.

Wenn Du dieses Verfahren verwendest, kann es vorkommen, dass sich einige User beschweren, da sie annehmen, dass sie mit unnötiger Adressenbastelei belästigt werden. Es gibt auch Teilnehmer, die einen solchen Zusatz generell als 'asozial' ansehen und deswegen grundsätzlich keine Mails an solche Adressen senden.

Du solltest also abwägen, ob ein solcher Zusatz für Dich sinnvoll ist und Du mit den Konsequenzen leben kannst.

Bitte beachte auf jeden Fall, dass beide Adressen natürlich gültig sein müssen!

Sowohl "From" als auch "Reply-To" sollten Adressen enthalten, die nicht für normalen Mailverkehr verwendet werden. Nur so kann man sicherstellen, dass private Mails nicht aus Versehen durch Filterkonstruktionen gelöscht werden.

Denke aber daran, dass die bei Dir angezeigte Adresse (wie unter Punkt 2 der FAQ erläutert) gar nichts mit der tatsächlichen Adresse zu tun haben muß, an die diese Mail ging. Wenn der Mailprovider den 'Envelope-To' - also die Adresse auf dem Umschlag - im Header der Mail nicht mitliefert, wird ein effektiver Filter scheitern.

T-Online z.B kann mit seinen Mailservern (derzeit?) diese tatsächliche Einlieferungsadresse nicht in einer separaten Headerzeile (auf die man dann Filtern könnte) dokumentieren.

Dem manchmal genannten Vorschlag, einen Bounce (d. h. eine Fehlermeldung über eine unzustellbare Mail) zu erzeugen, sollte übrigens nicht gefolgt werden. Spammer versenden in der Regel die Mails mit gefälschten Absendern. Daher werden sie von einer simulierten Fehlermeldung über die Unzustellbarkeit recht wenig mitbekommen. Da zum Teil die Absenderadressen einfach aus der Adressenliste des Spammers entnommen werden, wirst Du sogar Opfer des Spamangriffs mit dieser Massnahme treffen.

4.2 Wie komme ich an zusätzliche eMail-Adressen

T-Online bietet für Kunden mit Zugangstarif an, dass der Hauptbenutzer eines Accounts bis zu vier zusätzliche eMail-Postfächer anlegen kann. Die Anmeldung und Einrichtung eines zusätzlichen Postfaches erfolgt über das Kundencenter http://www.t-online.de/kundencenter-login, auf dem Reiter "Dienste" im Bereich "eMail & SMS". Bei der Einrichtung des Postfaches werden eine eMail-Adresse und ein eMail-Passwort eingerichtet, mit denen man dann später die Mailserver "smtpmail.t-online.de" für ausgehende und "popmail.t- online.de" für eingehende Nachrichten nutzen kann.

Weiterhin kann man sich entsprechende Adressen bei Mailprovidern wie z.B. gmx besorgen.

Dort besteht auch die Möglichkeit Filter im Mailprogramm zu verwenden, die einen grossen Anteil der unerwünschten Werbemails evtl. automatisch löschen.

Bei http://www.spammotel.com kann man sich auch beliebig viele gültige Weiterleitungsadressen generieren lassen, die bei Auftreten von Spam gesperrt oder gelöscht werden können.

Eine weitere Empfehlung ist http://www.despammed.com, dort können ebenfalls Mails weitergeleitet werden oder eingegangene Nachrichten im Browser abgefragt werden. Spam wird nach Auffassung der Nutzer recht effektiv gefiltert.

http://www.eleven.de bietet einen für Privatanwender kostenlosen Dienst an, der Mails an ein Postfach weiterleitet und dabei eine Bewertung in die Kopfzeilen einträgt, die zum lokalen Filtern verwendet werden können.

Die genannten Provider wurden von Usern empfohlen, die Aufzählung ist auch nicht abschliessend. Es gibt natürlich auch viele weitere Anbieter, die eMail-Adressen - mit oder ohne Filterung auf dem Server - anbieten.

Bezüglich der Zuverlässigkeit der Mailzustellung kann insbesondere bei den Freemailern in dieser FAQ keine Gewährleistung übernommen werden.


5.

Kann ich nicht bereits auf dem Server die Mails löschen lassen?

up inhalt

Der sogenannte "Plattformschutz", bietet einen Grundschutz, der sich an sehr allgemeinen Indizien orientiert und damit wenig effektiv ist.

T-Online bietet die Möglichkeit einen kostenlosen Basis-Spamschutz zu aktivieren. Anhand von Header- und Bodyanalysen sowie eines Bayes-Filters wird entweder eingehender Spam mit dem Text "Spam" im Subject gekennzeichnet (und kann damit automatisch lokal gefiltert werden) oder aber auch gleich auf dem Server entsorgt.

Der Bayes-Filter kann jedoch nicht selber vom jeweiligen Anwender angelernt werden.

Es sollte bedacht werden, dass bei dem automatischen Löschen auf dem Mailserver durchaus auch wichtige Mails betroffen sein könnten. Dieses Feature sollte daher nur mit Bedacht aktiviert werden.

Mit WebMail bietet T-Online eine Alternative, um Mails zu löschen, bevor sie geladen werden. Hierzu genügt es, den bevorzugten Webbrowser zu verwenden. Du kannst Dich für diesen Dienst unter dem folgenden URL anmelden:

https://kommunikation.t-online.de

In der Newsgroup news:t-online.info.tips+tricks gibt es zu WebMail auch eine FAQ, die weitergehende Fragen beantwortet.

Wenn der Mailclient keine speziellen Funktionen zum Filtern bietet, kann unter Windows ein Zusatztool wie z.B. "POP3 Scan Mailbox" von http://www.kempston.freeserve.co.uk/smb/ verwendet werden.

Hiermit kann man Mails bereits auf dem Server löschen, bevor sie vollständig heruntergeladen werden.

Ein lokaler Mailserver wie der Hamster von http://www.tglsoft.de bietet erweiterte Möglichkeiten, Mails zu filtern oder ggf. auf ein eigenes "Spam-Postfach" umzuleiten. Weitere Informationen zu Hamster findest Du unter http://hamster.arcornews.de/micha/

Auf http://www.gohel.de/spamproxy gibt es einen kompakten und leistungsfähigen Mail- und Newsproxy, der sich transparent in den Datenstrom schaltet und selbst ohne komplette Mailserverfunktionalität die effektive Filterung unerwünschter Mails mit jedem Mailclient ermöglicht. Der SpamProxy läuft stabil und beansprucht für die gebotene Leistungsfähigkeit nur sehr wenig Systemressourcen.

SpamPal, das unter http://www.spampal.de geladen werden kann, verfolgt ebenfalls einen interessanten Ansatz. Dieses Windows-Programm wird zwischen Mailserver und Mailclient geschaltet und klassifiziert eingehende Mails anhand von öffentlichen Listen, in denen Mailserver registriert sind, die von Spammern regelmässig missbraucht werden. In den Kopfzeilen der eingehenden Mail wird dann ein entsprechender Vermerk aufgenommen, der ein eindeutiges Filterkriterium darstellt.

Unter http://www.favman.privat.t-online.de/markfrom.zip findest Du ein PlugIn zu SpamPal, welches es auch dem T-Online eMail Client ermöglicht, effektiv zu filtern. Dieses PlugIn ändert den Absender einer als Spam erkannten Mail so ab, dass der in diesem Client angebotene Filter anhand des "From"-Header löschen kann.

PopFile, das unter http://popfile.sourceforge.net/ für verschiedene Betriebssysteme zu finden ist, arbeitet ebenfalls als transparenter Proxy, der zwischen Mailserver und Mailclient geschaltet wird. Eingehende Mails werden mit Hilfe statistischer Wortanalyse (Bayes) klassifiziert. Nach einer gewissen Anlernphase wird Spam dann recht zuverlässig erkannt. Das Ergebnis der Bewertung wird als Kopfzeile in die Mail eingefügt oder als Markierung dem Subject der Mail hinzugefügt, so dass auch hier über den eMail-Client entsprechend gefiltert werden kann. Eine deutschsprachige Anleitung zu diesem Programm ist unter http://popfile.sourceforge.net/manual/de/manual.html zu finden.

K9, das Du unter http://keir.net/k9.html findest, ist ebenfalls ein Proxy, der recht einfach zu installieren ist und Mails anhand statistischer Wordanalyse klassifiziert. Das Programm ist für den gebotenen Leistungsumfang recht klein und liefert auch eine recht praktische Statistik.

Für den Mailfilter des Hamster gibt es Anregungen unter http://spamabwehr.sakrak.net/, die ggf. auch in anderen Mailclients übernommen werden können, sofern diese Reguläre Ausdrücke unterstützen.

Informationen zu Regulären Ausdrücken findest Du unter http://www.regenechsen.de. Dort wird ein Einführungstext angeboten, der sich zwar hauptsächlich auf den eMail-Client TheBat! bezieht, aber insbesondere das Thema RegExp auch für Einsteiger nachvollziehbar behandelt.

Weitere ausführliche Informationen zu Regulären Ausdrücken findest Du unter http://selfhtml.teamone.de/cgiperl/sprache/regexpr.htm

Unter http://www.belwue.de/support/spamblock.html sind weitere Anregungen zu finden, um effektive Filter einzurichten.

Es ist jedoch stets zu berücksichtigen, dass Filter durchaus auch erwünschte Mails löschen können. Daher ist es keine gute Idee, vorgefertigte Filter zu übernehmen, wenn man deren Wirkungsweise nicht versteht.

Anwender von Microsoft Outlook Express 5 und 6 finden unter http://oe-faq.de/antwort5.htm#4.03 Tipps, wie unerwünschte Mails auch mit Bordmitteln gefiltert werden können.


6.

Kann ich solche Mails nur filtern, oder gibt es noch andere Möglichkeiten dagegen vorzugehen?

up inhalt

6.1 Allgemeine Informationen

Das Filtern solcher Werbemails kann nur der letzte Schritt sein.

Sinnvoll ist es, sich beim Provider des Versenders einer solchen Mail zu beschweren.

http://www.th-h.de/faq/headrfaq.html liefert Dir die notwendigen Informationen, um die Kopfzeilen der Mail auszuwerten.

http://www.iks-jena.de/cgi-bin/whois ist dann ein geeignetes Werkzeug, um den Provider anhand der Headereinträge des einliefernden Mailserver herauszufinden.

Unter http://www.samspade.org/ssw/ findest Du ein Programm, das Dir unter Windows bei der aktiven Spambekämpfung helfen kann.

Beachte bitte bei Deiner Headeranalyse, dass oftmals nur die erste IP im Header echt sein muss.

Eine höfliche Beschwerde an den von Dir ermittelten Provider kann durchaus sinnvoll sein, um die zukünftige Versendung weiterer Werbemails von dort zu unterbinden.

Wenn Du noch weitergehende Fragen hast, können diese in der Newsgroup de.admin.net-abuse.mail gestellt werden.

Vorher sollten aber zumindest die FAQ unter http://www.faqs.org/faqs/de-net-abuse/mail-faq/ gelesen und die Postings in dieser Gruppe eine gewisse Zeit verfolgt werden.

Folge bitte vor allen Dingen dem Ratschlag, die Gruppe zunächst nur zu *lesen*!

Es werden wirklich viele Fragen schon beantwortet, wenn man in dieser Gruppe mit seinem Newsreader einfach nach dem Betreff seiner 'eigenen' Werbemail sucht.

6.2 Kleines Beschwerdeeinmaleins

Beschwerden bei den entsprechenden Providern können helfen, die Flut unerwünschter Werbemails einzudämmen, auch wenn nicht jeder Provider auf eine Beschwerde persönlich per Mail reagiert.

Du solltest für die Beschwerde die Mail mit allen Headerzeilen (dem Mail-Kopf) an die Abuse-Abteilung des Providers weiterleiten. Als Betreff schreibst Du dann z.B.:

[UCE] 1.000.000 $$$ in 3 days!!!

wenn der Spam den Betreff  "1.000.000 $$$ in 3 days!!!" trägt.

Erläutere evtl. noch in kurzen Worten, warum Du aus den Headern schliesst, dass die Zuständigkeit des Providers gegeben ist und bitte darum, dass entsprechende Massnahmen ergriffen werden.

Die folgenden Mustertexte kannst Du als Anregung für eigene Beschwerdemails verwenden. Falls es sich bei der unerwünschten Mail nicht um UCE handelt, sondern um einen eMail-Wurm oder -Virus (siehe Punkt 8 dieses Textes), dann ersetze die Beschreibung in den Klammern durch "Worm, Virus".

Bedenke bitte, dass eine Beschwerdemail an die Abuse-Abteilung des Providers möglichst knapp gefasst werden sollte, um dort keine unnötige Arbeitsbelastung hervorzurufen.

Deutsch

Englisch

Leider gibt es aber auch Provider, denen es ziemlich egal ist, was über deren Server ausgeliefert wird, hier kann dann wirklich nur konsequentes Filtern helfen.

Wenn der Spam von einem deutschen Absender kommt, kann evtl. auch ein "T5F" (Thoms Fassung von Framstags freundlichem Folterfragebogen aka TFFFFF aka TFFFF) http://www.schnappmatik.de/TFFFFF/ sinnvoll sein. Die "Freundlichen FolterFragen" nehmen Bezug auf das Bundesdatenschutzgesetz und fordern den Versender auf, u.a. die Quelle der Adresse bekannt zu geben. Der "T5F" sollte jedoch nur dann eingesetzt werden, wenn Du ggf. auch bereit bist, die Auskunft auf dem Rechtsweg zu erzwingen.

Informationen zur rechtlichen Beurteilung der Spam-Problematik findest Du unter http://www.dr-ackermann.de/spam/ und unter http://www.recht-im-internet.de/themen/spam/urteile.htm


7.

Soll ich nicht einfach die Möglichkeit zum Austragen nutzen, die mir bei vielen Werbemails geboten wird?

up inhalt

Nein!

Wenn Du dies machst, wird Deine Adresse wertvoller, da sie als funktionsfähig bestätigt und zudem belegt wird, dass Du solche Mails auch liest.

Die Konsequenz wird sein, dass Du noch viel mehr Spam bekommst.


8.

Ich erhalte Mails mit merkwürdigen Anhängen.

up inhalt

Gerade Windows ist sehr anfällig für Mails mit schädlichen Anhängen. Mailclients wie Outlook oder Outlook Express sind eine beliebte Zielgruppe für Dateianlagen, die sich als Würmer entpuppen können. Damit wird automatisch ein Mailversand gestartet, der dazu dient, den Dateianhang unkontrolliert zu verbreiten.

Du solltest Anhänge daher nur dann öffnen, wenn Du sie ausdrücklich angeforderst hast. Auch wenn sie von guten Freunden kommen ist immer Misstrauen angesagt. Bei letzteren kann aber ein Telefonanruf klären, warum dieser Anhang geschickt wurde.

Windows-User sollten ihr System so einstellen, dass immer die vollständigen Dateinamen angezeigt werden (sonst zeigt Windows bekannte Endungen wie z.B. .exe, .doc, .xls usw. nicht an).

Folgender Anhang wird z.B. als:

  • dokument.doc

angezeigt, obwohl es sich in Wirklichkeit um das ausführbare Programm:

  • dokument.doc.exe

handelt.

Um die vollständigen Informationen angezeigt zu bekommen, musst Du unter den Ordneroptionen des Arbeitsplatzes auf der Registerkarte "Ansicht" den Haken bei "Dateinamenerweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden" entfernen.

Wenn der Mailclient ungünstig konfiguriert wurde, kann es passieren, dass das System verseucht wurde, ohne dass ein explizites Öffnen des Dateianhanges erfolgte. Die Installation eines regelmässig aktualisierten Virenscanners kann in solchen Fällen dazu beitragen, eine solche Infektion rechtzeitig zu erkennen oder zu verhindern. Natürlich solltest Du auch regelmässig nachsehen, ob es nicht neue Updates für Dein Mailprogramm gibt, die erkannte Sicherheitslücken beheben.

In letzter Zeit tauchen auch Schadprogramme auf, die - wenn sie ausgeführt werden - den infizierten Rechner unbemerkt zu einem sogenannten "offenen Proxy" umkonfigurieren. Es wird also ein Programm installiert, das den Versand von Mails auch für Unbekannte ermöglicht.

Dies bedeutet, dass Spammer ihre Werbung - unbemerkt vom Besitzer des befallenen Rechners - darüber versenden können und kaum noch zu identifizieren sind!

Wenn auch der eigentliche Wurm als Überträger von entsprechenden Programmen oftmals entfernt werden kann, werden die Hintergrundprogramme zwischenzeitlich nachgeladen und von Virenscannern in den allerseltensten Fällen erkannt. Nur eine vollständige Neuinstallation des kompletten Systems kann dann noch dafür sorgen, dass Dritte das befallene System nicht mehr weiter missbrauchen können.

Dateien, die unangekündigt per eMail zugesendet werden, sind grundsätzlich "böse"!

Es wird auch KEIN Softwareanbieter oder Provider irgendwelche "Updates" per eMail versenden.

Im Zweifelsfall ist es immer eine gute Idee, solche verdächtigen Dateianhänge zu löschen.

In der Gruppe news:t-online.info.archiv findest Du unter der Message-ID <3ed26142.16342921@T-Online-Team.dialin.t-online.de> einen Artikel, der diesen Sachverhalt sehr ausführlich erläutert.

Der Text unter http://mpdshfaq.de.vu/ liefert ebenfalls Informationen, die in diesem Zusammenhang weiterhelfen. Dort kannst Du auch nachlesen, wie Du Dein System absichern kannst.

Informationen von Microsoft zu diesem Thema findest Du unter http://www.microsoft.com/germany/ms/security/windowssicherheit.htm

Wenn bei Dir eine verseuchte Mail eintrifft, dann schreibe den Versender an, dass sein System durch einen Mailwurm infiziert wurde und bitte ihn, für eine alsbaldige Entfernung des Schädlings Sorge zu tragen.

Da solche Wurmwellen die Postfächer der Opfer erheblich belasten können, sind spezielle Filter sinnvoll. http://www.favman.privat.t-online.de/swenpopper/swenpopper.html bietet z.B. ein entsprechendes Tool zum Download an.

Vorsicht:
Es ist von Wurm zu Wurm unterschiedlich, ob die From-Adresse der wirkliche Absender ist oder vom Wurm willkürlich eingesetzt wurde. Im letzteren Fall würde jemand angeschrieben, der evtl. gar keinen Wurm installiert und überhaupt nichts mit dem Mail-/Wurmversand zu tun hat.

Wenn Du im Header ein

|Received: from xyz (081547-0001@[ip.ip.ip.ip])
|
by fwdXY.sul.t-online.com

als ersten Eintrag (der steht dann ganz unten) findest, dann dürfte die Absenderadresse stimmen, da dieser Mailserver die eMail-Adresse mit der T-Online Adresse überschreibt.

Sollten weiterhin verseuchte Mails bei Dir eintreffen, dann beschwere Dich beim Provider des Versenders und bitte ihn, den User für den Mailzugang zu sperren, bis jener sein lokales Problem behoben hat.

Bedenke aber immer, dass aktuelle Mailwürmer nicht darauf angewiesen sind, den Mailserver des Providers zu verwenden und daher eine Analyse der Headerzeilen /immer/ erforderlich ist. Die Absenderadresse ist im Regelfall nicht mit der eMail-Adresse des Wurmversenders identisch.

Wenn der Virus oder Wurm von einem T-Online Kunden versendet wurde, dann achte bitte darauf, dass Du die Beschwerde an abuse@t-online.com als reine Textnachricht versendest und nur die Kopfzeilen der infizierten Mail einfügst, da das interne Mailsystem von T-Online kritische Dateianhänge ungelesen löscht.

Unter http://www.th-h.de/faq/hybris.html kannst Du weitere Informationen zum Thema Mailwürmer bekommen.


9.

Zusammenfassung

up inhalt

Diese Mini-FAQ kann natürlich nur einen kleinen Aspekt der Spam-Thematik erfassen. Sie soll Anregungen geben, um den

Belästigungen entgegenzuwirken.

Fragen zu Mailfiltern können in der internen Newsgroup t-online.programme.email gestellt werden. Das Thema "Unerwünschte Werbemails" sollte in der internen Gruppe t-online.talk.internet diskutiert werden.

Für eine erfolgreiche Spam-Bekämpfung werden die wichtigsten Links hier nochmals zusammengefasst:

Header und Adressen http://www.th-h.de/faq/headrfaq.html
Merkwürdige Mails http://www.th-h.de/faq/hybris.html
FAQ für danam http://home.snafu.de/laura/de.admin.net-abuse.mail.txt
Adressenfälschung http://www.gerlo.de/falsche-email-adressen.html
Provider ermitteln http://www.iks-jena.de/cgi-bin/whois
Windows-Hilfsmittel http://www.samspade.org/ssw/


10.

Danksagung

up inhalt

Mein Dank für die Mitwirkung an dieser FAQ geht an

  • die Autoren der von mir zitierten Texte
  • Renate Husmann, bei der man unter www.rhusmann.de auch solche Kürzel wie 'Spam' erklärt bekommt ;-)
  • Frank Ellermann
  • Martin Brunzel
  • Andreas Hirschberg
  • Dietmar Adomeit
  • Maik Bischoff
  • Jürgen G Kühne
  • x/42 T-Online-Team
  • Paul Schmitz-Josten
  • Michael Logies
  • Ottmar Freudenberger
  • Johann Hrebicek
  • Monika Glatzel

und natürlich Holger Kremb für die Erstellung und Pflege der HTML-Version

sowie alle anderen Usern, die ich hier evtl. vergessen haben sollte.

© 2002-2007 by Joachim Kromm

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Letzte Änderung: 18.02.06 - © 2002-2007

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